Alte Handys verkaufen – hier lohnt es sich!

Alte Handys verkaufen - ein altes Handy wird in einer Handy hochgehalten

In nahezu jedem Haushalt sind noch alte Handys oder Smartphones zu finden, die in einer Schublade ihr Dasein fristen. Zum Entsorgen sind die gebrauchten Mobiltelefone jedoch oft zu schade, denn mit etwas Glück befinden sich darunter echte Raritäten, die für Sammler interessant sein können.

Alte Handys oder Smartphones: Nutze das Potenzial

Im Laufe der Jahre kamen viele Modelle auf den Markt, die auch heute noch mit ihrem Design oder ihren Funktionen begeistern. Vor allem Geräte aus der Anfangszeit der Handy-Ära können für Sammler interessant sein, aber auch frühe Smartphones wie das iPhone 2G sind heute noch gefragt. Wir zeigen Dir, welche alten Handys einen genaueren Blick wert sein können und worauf es beim Verkauf ankommt.

Apple iPhone 2G: Der Vorreiter auf dem Smartphone-Markt

Steve Jobs galt zu Lebzeiten als Visionär und prägte mit Apple die Entwicklung moderner Smartphones entscheidend mit. Im Jahr 2007 stellte er das erste iPhone vor, das heute häufig als iPhone 2G bezeichnet wird. Für Apple-Fans und Sammler ist das Gerät heute nicht einfach nur ein veraltetes Smartphone, sondern ein Stück Technikgeschichte. Wie gefragt ein Exemplar ist, hängt unter anderem von Modellvariante, Zustand, Zubehör und Originalverpackung ab.

Dass außergewöhnliche Exemplare beachtliche Summen erzielen können, zeigte eine Auktion im Jahr 2023. Ein werkseitig versiegeltes iPhone der ersten Generation mit 4 GB Speicher wurde für rund 190.000 US-Dollar verkauft. Dabei handelte es sich allerdings um ein besonders seltenes Sammlerstück – auf gewöhnliche gebrauchte Geräte lässt sich dieser Preis natürlich nicht übertragen.

Motorola DynaTAC 8000X: Das erste kommerziell vertriebene Mobiltelefon

Ein echtes Stück Mobilfunkgeschichte besitzt, wer ein Motorola DynaTAC 8000X sein Eigen nennen kann. Das DynaTAC 8000X kam 1983 nach einer langen Entwicklungsphase auf den Markt und gilt als das erste kommerziell erhältliche tragbare Mobiltelefon. Mit einem damaligen Preis von knapp 4.000 US-Dollar war es alles andere als ein Schnäppchen. Das Handy wog knapp 800 Gramm und ermöglichte eine Gesprächsdauer von ungefähr einer halben Stunde. Da das Motorola DynaTAC 8000X den analogen Mobilfunkstandard AMPS nutzte, kann es heute nicht mehr regulär im Mobilfunknetz verwendet werden.

Aufgrund seiner Bedeutung für die Geschichte des Mobilfunks und seiner Seltenheit ist das DynaTAC 8000X bis heute für Sammler interessant. Wie unterschiedlich die Preise ausfallen können, zeigt ein dokumentierter Verkauf aus dem Jahr 2019. Damals wurde ein DynaTAC 8000X über eBay für 2.500 US-Dollar verkauft.

Motorola 3200: Bekannt unter dem Beinamen „Knochen“

Mit rund 520 Gramm war das Motorola International 3200 zwar leichter als das DynaTAC 8000X, mit heutigen Handys hatte das Format aber noch wenig gemeinsam. Das 1992 vorgestellte Mobiltelefon wurde aufgrund seiner Form auch als „Knochen“ bezeichnet und gehörte zu den frühen GSM-Handys. Anders als das analoge DynaTAC nutzte das Motorola 3200 bereits den digitalen Mobilfunkstandard GSM 900. Ob sich ein solches Gerät heute noch tatsächlich zum Telefonieren verwenden lässt, hängt unter anderem von den verfügbaren Mobilfunknetzen und der eingesetzten SIM-Karte ab.

Für Sammler kann das Motorola 3200 heute noch interessant sein. Wie bei anderen historischen Mobiltelefonen spielen dabei vor allem Zustand, Funktionsfähigkeit, Originalverpackung und vorhandenes Zubehör eine Rolle.

Nokia 8800: Das Kult-Handy als Sammlerobjekt

Die Marke Nokia prägte wie kaum ein anderes Unternehmen die Handywelt der 1990er- und 2000er-Jahre. Auch wenn Nokia heute nicht mehr die damalige Stellung auf dem Mobiltelefonmarkt einnimmt, sind einige ältere Modelle bis heute bei Fans und Sammlern beliebt. Dazu gehört das Nokia 8800, das 2005 auf den Markt kam. Mit seinem Edelstahlgehäuse, dem Schiebemechanismus und dem für damalige Verhältnisse edlen Design positionierte Nokia das Gerät deutlich oberhalb vieler gewöhnlicher Handys.

Später folgten verschiedene Varianten und Sonderausführungen, darunter Modelle der Sirocco- und Arte-Reihe. Gerade diese Unterschiede machen einen Blick auf die genaue Modellbezeichnung interessant. Ein Nokia 8800 ist nicht automatisch mit jedem anderen 8800 vergleichbar. Wer noch eines in der Schublade findet, sollte deshalb zunächst herausfinden, welche Variante er tatsächlich besitzt, bevor das alte Nokia zum Verkauf angeboten wird.

Nokia 8110: Kult-Handy aus „Matrix“

Das Nokia 8110 kam 1996 auf den Markt und fiel vor allem durch seine ungewöhnliche Bauform auf. Die Tastatur befand sich unter einer verschiebbaren Abdeckung, die zum Telefonieren nach unten geschoben wurde. Im geöffneten Zustand erhielt das Handy dadurch seine charakteristische gebogene Form und den passenden Spitznamen „Bananentelefon“. Zusätzlichen Kultstatus bekam das Nokia 8110 durch den Film „Matrix“ aus dem Jahr 1999. Dort verwendete Hauptfigur Neo eine für den Film modifizierte Version des Handys, bei der die Abdeckung per Federmechanismus aufsprang. Beim regulären Nokia 8110 musste sie dagegen von Hand heruntergeschoben werden.

Gerade die Verbindung zu einem der bekanntesten Science-Fiction-Filme der 1990er-Jahre macht das Nokia 8110 heute zu einem interessanten Stück Handy- und Filmgeschichte. Wer noch ein Originalmodell besitzt, könnte damit also nicht nur bei Nokia-Fans, sondern auch bei Matrix-Sammlern Interesse wecken.

Samsung SPH-N270: Ein weiteres Matrix-Handy mit Sammlerwert

Auch das Samsung SPH-N270 ist eng mit der Matrix-Filmreihe verbunden. Anders als das Nokia 8110 wurde dieses Modell jedoch gezielt passend zu „Matrix Reloaded“ entwickelt und 2003 veröffentlicht. Schon das futuristische Design mit dem auffälligen Hörerbügel erinnert deutlich an die Technik aus dem Matrix-Universum. Das SPH-N270 war kein gewöhnliches Serienmodell für den Massenmarkt, sondern erschien als limitierte Sonderedition. Entsprechend selten begegnet einem das Handy heute. Hinzu kommt, dass es aufgrund seiner damaligen Mobilfunktechnik ohnehin kaum noch als normales Telefon interessant ist. Seinen Reiz bezieht das SPH-N270 deshalb heute vor allem aus seiner Geschichte: Es ist Smartphone-Vorgeschichte, Filmrequisite und Fanartikel in einem.

Motorola StarTAC 130: Kompakt, klappbar und Kult

Mit dem StarTAC 130 steuert Motorola ein weiteres bekanntes Handy aus den 1990er-Jahren bei. Die StarTAC-Reihe machte das Klapphandy-Design populär und fiel vor allem durch ihre für damalige Verhältnisse besonders kompakte Bauweise auf. Das StarTAC 130 selbst erschien Ende der 1990er-Jahre und brachte gerade einmal rund 90 Gramm auf die Waage.

Zur Ausstattung gehörte auch ein Vibrationsalarm – eine Funktion, die bei modernen Smartphones längst selbstverständlich ist. Und natürlich durfte das charakteristische Auf- und Zuklappen nicht fehlen. Wer ein Gespräch beenden wollte, konnte das Telefon einfach zuklappen.

Heute erinnert das StarTAC 130 an eine Zeit, in der ein möglichst kleines Handy als technischer Luxus galt. Ganz verschwunden ist das Prinzip übrigens nicht: Mit modernen Foldables und Klapp-Smartphones erlebt die Idee des faltbaren Mobiltelefons in völlig neuer Form ein Comeback.

Sagem MY C-3B: Kein Meilenstein der Technik, aber für Sammler dennoch begehrt

Das Klapphandy von Sagem war zu seiner Zeit weder technisch noch optisch herausragend. Aufgrund seiner Seltenheit ist das Sagem MY C-3B jedoch ein begehrtes Sammlerstück und Sammler bezahlten dafür sogar Beträge im vierstelligen Bereich. Das ist jedoch eher ein Glücksfall. Dennoch sind Summen bis zu 600 Euro durchaus möglich, wenn sich das Handy in einem guten Zustand befindet.

Nokia 9000 Communicator: Der Urahn der heutigen Smartphones

Der Nokia 9000 Communicator schlägt eine Brücke zwischen dem klassischen Handy und dem heutigen Smartphone. Erstmals brachte ein Handy eine vollwertige QWERTZ-Tastatur mit und erleichterte die Kommunikation per SMS. Des Weiteren konnten die Nutzer über einen HTML-fähigen Webbrowser auf das Internet zugreifen und außerdem E-Mails und Faxe versenden. Der Nokia 9000 Communicator verfügte über einen Klappmechanismus, der die Tastatur freigab. Auch das Display war wesentlich größer als bei anderen Handys auf dem Markt. Je nach Zustand bezahlen Sammler für den Nokia 9000 Communicator heute bis zu 250 Euro.

Tipp: So bekommst Du den besten Preis für Dein Fundstück

Den Höchstpreis erzielst Du nur für Handys, die sich optisch und technisch in einem guten Zustand befinden. Für Sammler spielt neben dem Zustand aber auch das Zubehör eine Rolle. Solltest Du also noch das Ladekabel, die Originalverpackung, die Bedienungsanleitung oder weiteres Zubehör des Gerätes haben, dann solltest Du dies unbedingt dazulegen. Je mehr Umfang das Angebot umfasst, desto mehr Geld kannst Du dafür erzielen. Verkaufen kannst Du die gebrauchten Schätze entweder über eBay, eBay Kleinanzeigen oder andere Verkaufsplattformen im Internet. Bei Portalen, die Gebrauchtwaren ankaufen, erhältst Du meist nicht so viel für Dein altes Handy, wie bei einem Direktverkauf an einen Sammler.

Tipp: Was tun mit alten Handys?
Nicht jedes alte Smartphone ist ein wertvolles Sammlerstück. Wenn Du Dein Gerät nicht mehr verkaufen oder weitergeben möchtest, kannst Du es über geeignete Sammel- und Rückgabestellen abgeben. Welche Möglichkeiten es gibt und worauf Du vorher achten solltest, erfährst Du in unserem Beitrag „Handy Recycling – So einfach machst Du es richtig“.

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