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Kontaktlos bezahlen: Die Vorteile und Nachteile von NFC Zahlungen

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Deutschland war schon immer das Land des Bargeldes. Das hat sich durch die Geschichte bei uns allen verankert. Allerdings ist der Wandel spürbar! Durch die Corona Pandemie und der Wunsch des Einzelhandels nach einer kontaktlosen Bezahlung vor Ort hat sich unsere Bezahlungsart ein wenig verändert. Das kontaktlose Bezahlen wird immer beliebter.

Kontaktlos Bezahlen mit NFC und Deinem Smartphone

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Trage Deine EC- und Kreditkarten Daten in die App des kontaktlosen Zahlungsanbieter auf Deinem Handy ein. Aktiviere die NFC Funktion und nutze Dein Smartphone als Zahlungsmittel im Alltag.
Bild: Unsplash.com

In den USA und China gehört das mobile Bezahlen mittlerweile selbstverständlich zum Alltag und selbst in Deutschland könnte das Mobile Payment die Bezahlung mit der EC- bzw. der Kreditkarte ablösen. Viele deutsche Banken führten in den letzten Jahren die NFC Technik auf den Bankkarten mit einem integrierten NFC Chip ein. Somit verfügen die meisten Kreditkarten und Girokarten über die NFC Technologie Funktion.

Du möchtest kontaktlos bezahlen? 

Vor allem bei kleinen Beträgen (bis zu 25,00 Euro) ist der Bezahlvorgang über NFC Technik besonders bequem, da hier keine Pin-Eingabe von Dir benötigt wird. Halte dazu einfach Deine EC-Karte, Kreditkarte oder Dein Smartphone mit der aktivierten Funktion über das Kartenlesegerät und der Betrag wird von Deinem Konto abgebucht. 

Wenn Du mit Deinem Smartphone kontaktlos bezahlen möchtest, funktioniert dies über die eingeschaltete NFC Funktion und die Verbindung mit einer ausgewählten App zu einem Bezahldienst, wie Apple Pay, Samsung, Pay oder auch Google Pay. Es gibt noch viele weitere Zahlungsdienstleister, die das kontaktlose Bezahlen mit Deinem Smartphone über NFC unterstützen. 

Die Vorteile beim kontaktlos Bezahlen mit NFC

Die Nahfeldkommuniktaion (NFC) ist dazu gedacht, unseren Alltag weitestgehend einfach zu machen und bietet entsprechend einige Möglichkeiten. Das Handy ist immer dabei und eignet sich daher besonders gut als Zahlungsmittel.

Hier eine Übersicht der NFC Vorteile:

  • Keine Münzen mehr notwendig durch die kontaktlose Bezahlung
  • Schneller Zahlungsabwicklung als bei einer Kartenzahlung
  • Keine PIN-Eingabe bei kleinen Beträgen bis zu 25,- Euro
  • Keinen Kontakt am Bezahlterminal (hygienisch)
  • Wegfall des Bargeld-Systems, wenn alle Geschäfte die Möglichkeit des bargeldlosen Bezahlen anbieten
  • Mit bestimmten Apps kannst Du nicht nur mit Deinem Smartphone, sondern auch mit Deiner Smartwatch die kontaktlose Zahlung nutzen. Der Betrag wird entsprechend über PayPal oder Lastschrifteinzug bezahlt. In diesem Fall brauchst Du nicht einmal mehr den Geldbeutel mit der Kreditkarte mitzunehmen.
  • Mehr Sicherheit: Geht das Portemonnaie verloren, ist das Geld meist weg. Beim Smartphone reicht ein Anruf beim Mobilfunkanbieter, um die Mobilfunkkarte mitsamt Handy sperren zu lassen. Bezahlungen per SMS, MMS, Anruf oder mobilem Internet (via Handy-Netz) lassen sich nicht abfangen – vorausgesetzt, die Internetseite ist nicht gefälscht (Phishing).

NFC Nachteile beim mobilen Bezahlen

Das kontaktlose Bezahlen über die NFC Technologie bringt allerdings auch einige Nachteile mit sich:

  • Smartphones, als auch Smartwatches sind anfällig für Viren und Schadenssoftware, die Deine persönlichen Daten, Kontodaten und Dein Geld abbuchen könnten.
  • Daten-Phishing durch Dritte: Wenn eine aktive Verbindung besteht, können die gesendeten Daten abgefangen und ausgelesen werden. So gelangen sensible Daten, wie die Kontodaten in die Hände von Dritten. Dies ist bereits ab einer Entfernung von zehn Zentimetern zur Karte möglich.
  • Es kann ein Vorteil als auch ein Nachteil sein! Da Du bei kleinen Beträgen keine Unterschrift und Pin benötigst, können Betrüger, sofern sie Dir Handy oder die Bankkarte abgenommen haben, bis zu fünfmal in Folge mit Deiner Karte einkaufen. Daher solltest Du die Karte umgehend unter der Telefonnummer 116 116 sperren! Die Bank haftet nur, wenn Du nicht „grob fahrlässig“ gehandelt hast. Grob fahrlässig bedeutet beispielsweise, dass der PIN auf der Karte steht oder die Karte erst sehr spät gesperrt wurde. 
  • Verlust der Ausgabenübersicht: Ähnlich wie bei der normalen Kartenzahlung fällt es schwer, den Überblick über die eigenen Ausgaben zu behalten.
  • Unbekannte Auswirkungen der NFC-Strahlung auf den Menschen
  • Kein einheitliches System: Jeder Anbieter hat sein eigenes Konzept und System des kontaktlosen Bezahlens. 
  • Kosten pro Bezahlvorgang bei Deiner Bank: Einige Banken verlangen für kontaktloses Bezahlen bis zu 80 Cent pro Bezahlvorgang. Prüfe daher vorher ab, ob bei Deiner Bank Kosten entstehen könnten.
  • Zusatzgebühren durch den Mobilfunkanbieter: Der Mobilfunkanbieter verdient an Anrufen, SMS, MMS oder Datenübermittlung mit. Daher informiere Dich im Vorhinein, ob und in welcher Höhe Zusatzkosten anfallen.
  • Ein weitere Schritt zum „gläsernen Kunden“! Behörden können sechs Monate lang herausfinden, wer, was, zu welchem Zeitpunkt und wo mit dem Smartphone beglichen hat. Bei Mietfahrrädern lässt sich die Route rekonstruieren. Kein Wunder also, dass sich in Deutschland bislang nur wenige Bezahlsysteme durchgesetzt haben. Um das bei der NFC Zahlung zu ändern, müssen Handy-Hersteller, Mobilfunkbetreiber, Läden, Dienstleistungsanbieter und Banken zusammen arbeiten und das kann dauern.

Fazit: Kontaktlose und bargeldlos Bezahlen über NFC

Der Bezahlvorgang über NFC wird stets erweiter und vereinfacht, sodass er für den alltäglichen Gebrauch attraktiver wird. Insbesondere für diejenigen, die aufgrund der Sicherheitsgründen es erst abgelehnt haben, können es sich erneut überlegen. Im Gegensatz zu einer Kreditkarte bzw. EC-Karte, bei der die NFC Funktion dauerhaft aktiv ist und Daten sendet, kann man die entsprechende Funktion beim Handy oder auch bei der Smartwatch ausschalten. Denn um die NFC Funktion zu aktivieren, muss das Smartphone oder Smartwatch über den PIN, Muster, Fingerabdruck oder durch die Gesichtserkennung entsperrt werden.

Die Sicherheitsbedenken von NFC sind allerdings nicht ganz unbegründet, immerhin ist die Verschlüsselung der übermittelten Daten nicht zwingend vorgeschrieben und Datenklau somit theoretisch möglich. Die Tatsache, dass die Technologie nur auf geringe Entfernungen funktioniert, bietet ein gewisses Maß an Sicherheit und senkt einige Risiken. Die Reichweite ist von der Stärke des jeweiligen NFC-Feldes abhängig, liegt aber immer im Bereich von einigen Zentimetern. Zur Abschirmung oder Störung gibt es sogenannte NFC Blocker (Karten), die die Übertragung stören oder abschirmen sollen. Diese NFC Blocker sollen in die unmittelbare Nähe (2-3 Zentimeter) der Bankkarte mit NFC Chip im Portemonnaie platziert werden. Es ist und bleibt allerdings jedem selbst überlassen, ob er die Funktion nutzt, sei es bei Deiner Bankkarte oder am Smartphone.

Du möchtest die NFC Funktion nicht nutzen?

In der Regel sind die neuen Bankkarten automatisch mit der Funktion ausgestattet. Wenn Du also nur durch Auflegen der Bankkarte Deine Einkäufe bezahlen kannst, ist die NFC Funktion bei Dir aktiviert. Die Funktion kannst Du bei einem Bankautomat in Deiner Filiale ändern und die Funktion deaktivieren.

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